PREMIERE FÜR EINE NEUE SERIE – MODELLIERT VON HERRN GERHARD SKROBEK

Dieser kleine Junge, der neugierig durch Wald und Wiesen spaziert, würde auch gerne einen Platz in Ihrer Sammlung ergattern. „Ich tu Dir nix“! 14,5 cm groß und von Gerhard Skrobek im Jahr 1980 erstmals modelliert, wartete seitdem im Archiv auf den großen Auftritt. Heute präsentieren wir Ihnen voller Stolz diese besondere Club-Exklusivfigur, die wir zu Ehren von Herrn Skrobek für Sie ausgesucht haben. In diesem Jahr wäre Gerhard Skrobek 95 Jahre alt geworden und sein Todestag jährt sich zum 10. Mal. Ihm zu Ehren ist die Figur „Ich tu Dir nix!“ Auftakt einer neuen sechsteiligen Serie. Bis zu seinem 100. Geburtstag erscheint nun jedes Jahr eine neue Figur (insgesamt 6 Figuren). Ein beachtenswerter Künstler, dessen Werke unvergessen bleiben.

Hum 428/I „Ich tu Dir nix“! Limitiert und nummeriert auf weltweit 950 Stück,
mit Echtheitszertifikat, Exklusive Edition 2017/18, nur für Mitglieder des M.I. Hummel Clubs
Unverbindliche Preisempfehlung: 279,00 €

Bei Interesse besuchen Sie Ihren autorisierten M.I. Hummel Fachhändler. Sollten Sie keinen Händler in Ihrer Nähe haben, nehmen wir Ihre Bestellung gerne entgegen.

Meistermodelleur Gerhard Skrobek – Erinnerungen an einen besonderen Künstler

Von seiner Mutter, einer talentierten Malerin, bekam Gerhard bereits im jungen Alter von fünf Jahren einen Klumpen Modellierton geschenkt.  Sie legte sehr viel Wert darauf die Kreativität ihrer Kinder bereits in ganz jungen Jahren zu fördern. Damals ahnte man allerdings noch nicht, dass mit diesem Modellierton der Grundstein für Gerhard Skrobeks Karriere gelegt wurde. In seiner  Biographie beschreibt er die  Entwicklung seines Talentes wie folgt:

„Wie aus einem schönen Traum erwacht, lehnte ich mich zurück und staunte, was meine Hände hier geschaffen haben: mein eigener kleiner Zoo, von mir geschaffen aus Modellierton – Hunde, Vögel, ein Elefant, ein Kaninchen und kleine, figürliche Gestalten… Ein Gefühl der Freude durchströmte meinen Körper: Ich hatte etwas komplett Neues erschaffen.“

Im Jahr 1922 erblickte Gerhard Skrobek in Schlesien das Licht der Welt und neun Jahre später zog die Familie Skrobek nach Berlin. Gerhard war von den kulturellen Angeboten der großen Stadt begeistert. Er verbrachte sehr viel Zeit im Berliner Zoo, wo er stundenlang Tiere beobachtete und diese in seinen Zeichnungen festhielt. Auch die zahlreichen Museen Berlins hatten es ihm angetan und seine intensive Beobachtungsgabe trug maßgeblich zur Entwicklung seiner künstlerischen Fähigkeiten bei.

In den dreißiger Jahren nahm das Schicksal dann seinen Lauf:  Die Familie verbrachte die Kriegsjahre in Angst und Schrecken, wie viele andere Familien zur damaligen Zeit auch.

Seine Ausbildung begann Gerhard Anfang der 40er Jahre bei Kollmorgan, einer Optikfirma, die auch Testreihen für das Militär durchführte. Aufgrund seiner speziellen Ausbildung wurde Gerhard nicht in die deutsche Wehrmacht eingezogen.  „Papa“ Kollmorgan, der Chef der Firma hatte Verbindung zu hochrangigen Militärs, die für Gerhard und seine Familie von Vorteil waren. Neben seiner anstrengenden Arbeit in der Fabrik begann er ein Studium für Zeichnen und Bildhauerei am Berliner Reimann Institut.

Doch auch für Gerhard begannen kurz darauf schwere Zeiten: Ein Bombenangriff zerstörte die gesamte Fabrik, Gerhards Vater kam in ein Arbeitslager und Gerhard verschlug es nach Coburg wo er seine Zeichen und Bildhauerkünste bei dem bekannten Modelleur Poertzel fortführte. Ende der 40er Jahre brachte Gerhard seine Mutter und Schwester aus dem belagerten Berlin nach Coburg. Die drei fanden Zuflucht bei Gerhards Freunden und  zum Ende des Krieges waren alle Familienmitglieder wieder glücklich vereint.

Gerhard Skrobek entschloss sich, seine künstlerische Karriere fortzuführen und bewarb sich erfolgreich bei der

W.Goebel Porzellanfabrik im nahe gelegenen Rödental. Obwohl Gerhard zwischenzeitlich schon ein erfolgreicher Künstler mit Ausstellungen in Coburg und München war, gab es für ihn bei Goebel doch noch einiges zu lernen, vor allem im Weißbereich, der Formenfertigung und Gießerei. Aber es dauerte nicht allzu lange und Gerhard gestaltete und modellierte Figuren, die dann erfolgreich aus Steingut hergestellt werden konnten. Franz Goebel, Inhaber der W. Goebel Porzellanfabrik, der auch die Entwicklung der Marke „Hummel“ stets begleitete, begutachtete persönlich die von Gerhard Skrobek modellierten Figuren. Im Jahr 1954 modellierte Gerhard seine allererste M.I.Hummel Figur, den „Tierfreund“, Hum 300.

So begann Gerhard Skrobeks Karrie- re bei Goebel. Und es folgten noch viele  M.I.Hummel Figuren, die über die Jahre von ihm modelliert wurden. Er galt als ein anerkannter Künstler, der es verstand, Schwester M.I.Hummels Kunstwerke in dreidimensionale Figuren umzusetzen. Unter anderem war Gerhard Skrobek maßgeblich an der Entwicklung der ersten Kunstharzformen beteiligt, die den Herstellungsprozess  vereinfacht haben. Die beiden „Big Boys“ – die riesigen Wanderbuben in Rödental vor dem Firmengebäude und in den USA waren sein Werk. Desweiteren entstammen seinen Händen einige der eindrucksvollsten, limitierten Ausgaben wie „Land in Sicht“ (Hum 530),  „Frohe Fahrt“ (Hum 406), „Großmutter erzählt“ (Hum 620) und beim „Großvaterle“ (Hum 621) und viele mehr.  Gerhard Skrobek bereiste gerne fremde Länder um seine künstlerischen Fähigkeiten den Sammlern und Hummelfiguren Liebhabern in aller Welt näher zu bringen. Wo er auch hinkam, freute man sich über den unermüdlichen und allseits beliebten Botschafter aus Rödental, der aus den zweidimensionalen Werken von Schwester Maria Innocentia Hummel dreidimensionale Kunstwerke entstehen ließ.

Im Jahr 2002 trat Gerhard Skrobek den wohlverdienten Ruhestand an, aber Zeit zum Entspannen gönnte er sich nicht: Als passionierter Sportler liebte er das Segeln, Schwimmen, Ski fahren und vor allem das Tauchen. Vulkane faszinierten ihn und so bereiste er die rauesten und abgelegenen Gegenden dieser Erde. Sein Leben war gefüllt mit interessanten und faszinierenden Facetten und in seiner Biographie teilt er sein Rezept zum Altwerden mit den Lesern:

„Zu den Grundvoraussetzungen für das Altwerden zählen gesunde Ernährung, viel Bewegung, Hobbies, allem Neuen gegenüber aufgeschlossen sein und sogar eine gewisse Neugier, an den täglichen Veränderungen teilzuhaben. Das Allerwichtigste ist jedoch eine positive Einstellung zum Leben und jeden noch so kleinen Moment zu genießen“.

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